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Aktionstag DSN/LSE: Gefährliche Pyrotechnik sichergestellt
Bei einem Aktionstag wurden kurz vor dem Jahreswechsel 15.000 illegale pyrotechnische Gegenstände aus dem Verkehr gezogen.
In einer von der DSN (Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst) und den LSE (Landesämter Staatsschutz und Extremismusbekämpfung) koordinierten Aktion wurde am 30. Dezember 2025 in Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, der Steiermark und in Vorarlberg eingeschritten. Anlass waren Informationen, wonach namentlich bekannte Personen gefährliche Stoffe und Gegenstände beschafft hatten, die potenziell für verfassungsgefährdende Angriffe missbraucht werden könnten.
Ziel der Maßnahmen war es, die Hintergründe dieser potenziellen Bedrohungslage zu klären und eventuell Ermittlungen einzuleiten, ermittlungsrelevante Personen zu befragen sowie etwaige verbotene oder gefährliche Gegenstände sicherzustellen. Im Rahmen der koordinierten Aktion wurden mehrere Sensibilisierungsgespräche mit den Betroffenen geführt. An drei Adressen wurden verbotene und gefährliche Pyrotechnik sichergestellt.
Bei einer Hausdurchsuchung in Niederösterreich wurden ein Munitionsgurt mit Leuchtspurgeschossen, verbotenen Waffen, Vorläuferstoffen und illegaler Pyrotechnik der Kategorien F3 und F4 (z. B. lebensgefährliche Kugelbomben) sichergestellt. In Oberösterreich zeigte sich ein Betroffener im Rahmen eines Sensibilisierungsgesprächs geständig – bei ihm wurden mehr als 570 Stück illegale Pyrotechnik sichergestellt. Bei einer Intervention in der Steiermark wurden 65 Stück illegale Pyrotechnik der Klasse F3 und F4 aufgefunden und sichergestellt.
Insgesamt umfassten die Sicherstellungen rund 15.000 Stück pyrotechnische Gegenstände mit einem Gesamtgewicht von 380 Kilogramm. Alle verantwortlichen Personen werden entsprechend ihrer rechtswidrigen Handlungen angezeigt. Es drohen hohe Geldstrafen.
Staatssekretär Jörg Leichtfried betonte: "Die aktuellen Maßnahmen des Verfassungsschutzes zeigen, wie wichtig konsequente Präventionsarbeit ist. Ich gratuliere der DSN und den LSE zu diesem tollen Erfolg und danke allen für die gute Zusammenarbeit! Sie leisten damit einen großen Beitrag für die Sicherheit der Bevölkerung und erhöhen die Wahrscheinlichkeit eines sicheren und unbeschwerten Jahreswechsels sehr."
Silvester-Appell an die Bevölkerung
• Verwenden Sie niemals Pyrotechnik, für die Sie nicht ausgebildet sind. Raketen und Kugelbomben explodieren und sind keine harmlosen Spielzeuge.
• Sensibilisieren Sie Jugendliche in Ihrem Umfeld – häufig sind es gerade junge Menschen, die durch Böller und Explosionen schwer verletzt werden.
• Kaufen Sie nur im autorisierten Fachhandel Pyrotechnik mit echtem CE-Kennzeichen – Billigware aus dem Ausland oder aus dem Internet ist oft illegal und lebensgefährlich (fehlende Produktionsstandards, keine Nachweise über Inhaltsstoffe oder fachgerechte Verarbeitung etc.).
• Verwenden Sie Pyrotechnik nur dort, wo es erlaubt und gegenüber Mitmenschen vertretbar ist.